Das Profil des Wohnheims

Keller-Thoma-Stiftung-Heidelberg-Wohnheim-StrassenseiteDas Wohnheim ist Teil einer gemeinnützigen Stiftung, die den Namen der Stifter, des Ehepaares Keller-Thoma, trägt. Sie wird vom Verwaltungsrat der Stiftung geleitet.

Grundgedanke und evangelische Ausrichtung

Die Keller – Thoma – Stiftung betreibt ein evangelisches Studierendenwohnheim, in dem Studierende aus aller Welt, verschiedener Konfessionen und Studienfächer in Heidelberg wohnen können. Im Sinne der Stifter bieten wir günstigen Wohnraum in einem der schönsten Stadtteile Heidelbergs, in Neuenheim.

Die christliche Ausrichtung zeigt sich in einer offenen, sozial ausgerichteten Gemeinschaft die füreinander da ist, sich gegenseitig unterstützt, Toleranz übt und voneinander lernt.

Das Besondere an diesem Haus ist das diakonische Engagement, wichtig sind dabei die Mischung aus verschiedensten Studiengängen, die evangelische Ausrichtung und die demokratische Selbstverwaltung in Bezug auf die Verteilung der Referate und gemeinschaftlichen Veranstaltungen.

Die evangelische Ausrichtung, die das Wohnheim im Sinne ihrer Stifter vertritt, prägt das Zusammenleben im Haus. Gefragt ist ein kritischer Geist, der sich mit den Problemen unserer Zeit auseinandersetzt und auch im Dialog mit anderen Religionen steht. Deswegen achtet die Aufnahmekommission bei der Auswahl neuer Mitbewohner und Mitbewohnerinnen darauf, dass sie sich neben ihrem Studium auch für christliche Themen interessieren und engagieren.

Während der Semester finden auch ein hausinterner und öffentliche ökumenische Gottesdienste statt. Es gibt darüber hinaus einen biblischen Hauskreis, der von den Studierenden initiiert und gestaltet wird. Es werden biblische Texte besprochen und auf ihre konkrete Umsetzung diskutiert. Dieser Zusammenhang, der keine einseitige religiöse Perspektive verfolgt, beruft sich auf eine evangelische Mündigkeit, die die Stiftung vertritt.

Diakonisches Engagement

Eine weitere Säule des Studierendenwohnheims der Keller-Thoma-Stiftung stellt das Diakonische Engagement dar. Ziel dieses Engagements ist es, die evangelische Ausrichtung in gelebte Praxis zu übertragen.

Seit einigen Jahren informieren sich die diakonischen Referenten über die breit gefächerte Angebotspalette der lokalen diakonischen Träger wie Diakonie, Stadtmission etc. und organisieren den Einsatz der Studierenden für ausgewählte Projekte. Zum Beispiel bei den Diakonischen Hausgemeinschaften , im Pflegeheim St. Hedwig oder im Manna, einer Einrichtung für Obdachlose in Heidelberg. Dies sind nur einige Beispiele, wie sich das Diakonische Engagement gestalten lässt.

Demokratische Selbstverwaltung

Zu den Besonderheiten des Keller-Thoma-Wohnheims zählt die demokratische Selbstverwaltung, die unter den kirchlichen Wohnheimen in Heidelberg in dieser Hinsicht einzigartig ist. Ziel der Selbstverwaltung ist es, demokratisches und gemeinschaftsorientiertes Handeln auch während des Studiums zu leben. Der im evangelischen Sinne kritische Geist besteht auch in einem Übernehmen von Verantwortung für sich und andere. Ein Grundgedanke ist auch, die christliche Nächstenliebe lebensnah zu praktizieren und natürlich auch für das Gute einzustehen. Voraussetzung für ein harmonisches Zusammenleben ist, dass man frei von Vorurteilen jeglicher Art ist, um der ökumenischen Ausrichtung Rechnung zu tragen.

In sogenannten Hausreferaten übernehmen die Studierenden vielfältige, an individuellen Interessen orientierte, Aufgaben wie Diakoniereferat, Küchenreferat, Fahrradreferat, Umweltreferat, Frühstücksreferat, Barreferat, Zimmerreferat, Internetreferat, Bibliotheksreferat. Die Selbstverwaltung macht einen großen Teil der Atmosphäre des Hauses aus und unterstreicht die Idee, dass eine Gemeinschaft wie das Wohnheim, aus vielen Gliedern besteht, die alle gebraucht werden.

Die beiden von der Vollversammlung der Studierenden gewählten studentischen Vertreter/innen sind Mitglieder des Verwaltungsrats und vertreten die Interessen der Studierenden, informieren über die Angelegenheiten des Wohnheims und wirken an Beschlüssen mit. Einmal pro Semester findet eine Heimvollversammlung statt, auf der ein gemeinsamer Rückblick auf das vergangene Semester erfolgt und wichtige Weichenstellungen für das kommende Semester beschlossen werden. Auf der Heimvollversammlung werden alle Bewohner/innen über aktuelle Ereignisse rund um das Wohnheim informiert. Die Bewohner/innen diskutieren gemeinsam mit Vertretern des Verwaltungsrats und der Hausverwaltung über Probleme und beschließen Maßnahmen zu deren Lösung. Hierbei erfolgt auch die Neubesetzung der Hausreferate.